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Stillstand & Rückzug

Es ist still um mich.

Ich habe seit vielen Wochen das Bedürfnis mich zurück zu ziehen, einzuigeln, die Außenwelt Außenwelt sein zu lassen. Keine Nachrichten zu hören oder lesen. Alles von mir abzuschotten was mir Energie raubt. Denn die brauche ich dringend. Dieses Jahr beginnt mit einem starken Wunsch nach einem Abschluss. Ich habe noch nie in meinem Leben so sehr diese kitschige Weihnachtsdeko weg habe wollen wie jetzt. Ein "Geh weg du 2021!" schreit es in mir. "Das war ein mega mieser Abgang! Und überhaupt hat so vieles so viel Energie gekostet." Und nein, es war nicht alles kacke. Ich habe einen wundervollen Sohn geboren, der unsere Familie erhellt als wüsste er bereits wo sein Platz bei uns ist und warum er sich uns ausgesucht hat. Ich habe mich weiter entwickelt (etwas unverhofft) und an meiner Selbstständigkeit gearbeitet. Vieles steht in den Startlöchern und möchte gesehen werden, möchte angepriesen werden.

Eigentlich braucht es nicht mehr viel.

Nur noch mich.

Aber ich...ich hänge gerade in den Seilen. Mag morgens nicht aufstehen, gar nicht vor die Tür gehen und hasse es zu kochen (aber ich war nie die Köchin, wie viele Mamas um mich rum sind). Keine gute Kombination, wenn man zwei Kids Zuhause hat (zwei, da es gerade immer einen Grund gibt, nicht in die Kita zu können). Und neben den vielen tollen Mamas, die zig Kinder mit Leichtigkeit gewubbt bekommen, sitze ich da und versuche mich nicht schlecht zu fühlen. Denn ich bin eine tolle Mama, mir fehlt gerade einfach nur meine Station zum Aufladen. Und statt meinen Kindern ein perfektes Leben vorzugaukeln, mit dem gesündesten Essen, tollsten Spielen, pädagogisch wertvollen Fingerspielen fürs Baby und ach so tollen Kinderliedern, bin ich halt einfach da mit dem, was mir gerade möglich ist. Biete eine Umgebung, in der die zwei sich bewegen können, sich austesten können, kreativ werden können und sich auch mal gerne langweilen dürfen! Ich sehe nach ihren Bedürfnissen und auch meinen und versuche allen so gut es geht gerecht zu werden. Ist das nicht auch was? Und gerade die Große erkennt, dass ich auch nicht perfekt bin, Fehler mache und jeder Tag anders sein darf.

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